Durch Schwangerschaften, Gewichtsschwankungen oder den natürlichen Alterungsprozess kann die Brust an Festigkeit verlieren. Moderne, narbensparende Operationsmethoden können die erschlaffte Brust wieder straffen und Ihren Körperproportionen anpassen. Eine Bruststraffung kann auch mit einer Vergrößerung kombiniert werden.
Die Bruststraffung ist ein plastisch-chirurgischer Eingriff, bei dem überschüssige Haut entfernt, das Brustgewebe neu geformt und der Brustwarzenhof (Areola) in eine ästhetisch harmonische Position angehoben wird. Das Ziel: eine Brust, die natürlich wirkt, proportional zum Körper passt – und die Ihnen das Gefühl gibt, wieder in Ihrer Haut zuhause zu sein. Die medizinische Bezeichnung Mastopexie leitet sich vom griechischen „mastos“ (Brust) und „pexis“ (Befestigung) ab – ein Begriff, der das Wesentliche dieses Eingriffs präzise beschreibt: Das Anheben und Festigen der Brustform durch eine präzise chirurgische Technik.
| Operationsdauer | ca. 2 Stunden |
| Narkose | Vollnarkose |
| Klinikaufenthalt | Ambulant, auf Wunsch mit einer Übernachtung |
| Kompressions-BH | Für 4 bis 6 Wochen |
| Fädenentfernung | Um die Brustwarze nach 1 Woche, Restfäden nach 3 Wochen, auch selbstauflösend möglich |
| Gesellschaftsfähig | Nach 1 Woche |
| Arbeitsfähig | Nach 1 Woche |
| Kosten | Ab 8.500 EUR |
Folgende Veränderungen motivieren Frauen häufig zu einer Mastopexie:
- Ptosis (Erschlaffung) der Brust nach Schwangerschaft und Stillzeit
- Volumenverlust und Formveränderung nach starker Gewichtsabnahme
- Altersbedingte Hauterschlaffung durch nachlassende Elastizität
- Asymmetrie zwischen beiden Brüsten
- Anhaltende Unzufriedenheit mit der Brustposition trotz stabilen Körpergewichts
- Einschränkungen bei Sport und Kleidung durch die veränderte Brustform
Wichtig zu wissen: Eine Bruststraffung verändert nicht das Volumen der Brust – sie hebt und formt. Ist gleichzeitig ein größeres Volumen gewünscht, kann eine Mastopexie mit einer Brustvergrößerung mittels Implantat oder Eigenfett kombiniert werden.
Die verschiedenen Techniken der Bruststraffung – maßgeschneidert für Ihre Anatomie. Nicht jede Bruststraffung ist gleich. Die Wahl der Operationstechnik hängt vom Ausmaß der Ptosis, der Hautbeschaffenheit, der Brustgröße und Ihren persönlichen Wünschen ab. Dr. Pantlen beherrscht alle etablierten Methoden und wählt gemeinsam mit Ihnen die optimale Technik individuell aus.
Periareoläre Technik („Donut-Lift“, „Benelli-Technik“)
Bei leichter Ptosis und kleinem Korrekturwunsch wird der Schnitt rund um den Brustwarzenhof geführt. Die Narbe liegt vollständig im Übergang zwischen Brustwarzenvorhof und Brustgewebe – kaum sichtbar, dezent und elegant. Diese Methode eignet sich besonders für jüngere Patientinnen mit noch guter Hautelastizität und wenig Erschlaffung.
Vertikale Technik („Lollipop-Lift“)
Die vertikale Technik kombiniert den periareoläre Schnitt mit einem vertikalen Schnitt von der Areola (Brustwarzenvorhof) zur Brustumschlagsfalte. Sie ermöglicht eine deutlichere Straffung und ist heute die meistgewählte Methode bei mittlerer Ptosis. Das Ergebnis ist eine schöne, runde Brustform mit einer diskreten, schnell verblassenden Narbenzeichnung.
Invertiertes-T-Technik („Anker-Lift“)
Bei ausgeprägter Ptosis, großen Brüsten oder stark erschlaffter Haut bietet der Ankerschnitt die umfassendste Korrekturmöglichkeit. Dabei wird zusätzlich ein horizontaler Schnitt entlang der Brustumschlagsfalte geführt. Die Narbe liegt im Bereich, der durch BH und Badekleidung fast vollständig verdeckt wird – das erreichbare ästhetische Ergebnis ist entsprechend überzeugend.
Wie verläuft die Schnittführung bei einer Bruststraffung und wie sichtbar sind die Narben?
Die Wahl der Technik richtet sich nach dem Grad der Erschlaffung. Bei geringem Hautüberschuss reicht oft ein feiner Schnitt um den Warzenhof herum (periareoläre Straffung). Bei einer stärkeren Erschlaffung wird zusätzlich ein vertikaler Schnitt bis zur Unterbrustfalte benötigt (i-Schnitt , Lolli-Pop oder Lejour-Methode). Durch meine 25-jährige Erfahrung in der Brustchirurgie wende ich extrem gewebeschonende, feine Nahttechniken an. Die Narben verblassen im Laufe der Monate deutlich und hinterlassen in der Regel unauffällige, zarte Linien.
Kann eine Bruststraffung mit dem Einsatz von Implantaten kombiniert werden?
Ja, diese Kombination ist sogar sehr häufig und wird als Augmentations-Mastopexie bezeichnet. Wenn eine Brust nicht nur erschlafft ist, sondern auch deutlich an Volumen verloren hat (z. B. nach Schwangerschaften oder starkem Gewichtsverlust), bringt eine reine Straffung oft nicht das gewünschte obere Dekolleté zurück. In diesem Fall kombinieren wir die Straffung der Haut mit einem passgenauen Implantat oder auch mit einer Eigenfettübertragung, um der Brust wieder jugendliche Fülle und Festigkeit zu schenken.
Wie lange halten die Ergebnisse einer Bruststraffung an?
Das Ergebnis einer professionell durchgeführten Bruststraffung ist grundsätzlich von Dauer. Allerdings unterliegt Ihr Körper weiterhin dem natürlichen Alterungsprozess und der Schwerkraft. Auch starke Gewichtsschwankungen oder eine erneute Schwangerschaft können das Gewebe wieder dehnen. Um ein möglichst langfristig stabiles und schönes Ergebnis zu sichern, nutze ich während der Operation spezielle Gewebe-Verschiebe-Techniken (das sogenannte „innere BH-Prinzip“), die die Brust von innen heraus dauerhaft stützen.
Wie lange ist die Ausfallzeit und worauf muss ich nach der Operation achten?
Planen Sie für die erste Zeit nach dem Eingriff eine körperliche Schonphase von etwa 1 bis 2 Wochen ein – je nachdem, welcher Tätigkeit Sie im Beruf nachgehen. Für einen optimalen Heilungsverlauf und eine schöne Narbenbildung ist das konsequente Tragen eines speziellen Kompressions-BHs für ca. 6 Wochen unerlässlich. Auf Sport, schweres Heben und Saunagänge sollten Sie in dieser Zeit komplett verzichten. Die Kontrolltermine in unserer Praxis begleiten Sie engmaschig durch die gesamte Heilungsphase.
Bleibt die Empfindsamkeit der Brustwarzen und die Stillfähigkeit erhalten?
In der weitaus größten Mehrheit der Fälle ja. Bei modernen Straffungsverfahren werden die Brustwarze sowie die dazugehörigen Nerven und Blutgefäße nicht abgetrennt, sondern samt ihrem Gewebeblock sanft nach oben versetzt (gestielte Technik). Als Spezialist lege ich bei jedem Schnitt höchsten Wert auf den Schutz dieser sensiblen Strukturen. Dennoch kann die Empfindlichkeit direkt nach der Operation vorübergehend leicht eingeschränkt oder überempfindlich sein. Dies normalisiert sich in der Regel im Laufe der Heilungsmonate vollständig.